Prozessanalyse und Prozessoptimierung durch das SCOR-Modell

Prozessoptimierungen sind normalerweise sehr zeit- und kostenintensive Projekte, welche von Unternehmensführern regelmäßig wegen der hiermit verbundenen Aufwendungen gescheut werden. Andererseits sind gerade in den Unternehmensprozessen regelmäßig große Ertrags- und Liquiditätspotenziale enthalten, die bei einer zutreffenden Optimierung genutzt werden können.


Durch Anwendung des sogenannten SCOR-Modells können Prozess-optimierungen auf der Zeit- und Kostenseite deutlich verschlankt durchgeführt werden, da hierbei durch das SCOR-Modell viele insbesondere strukturelle und methodische Arbeiten verkürzt werden. Zudem kann ein solches Projekt in NRW durch eine Beratungskostenförderung (Potenzialberatungsförderung bis zu EUR 7.500,00) subventioniert werden.


Das SCOR-Modell selbst ist ein sogenanntes Referenzmodell, was meint, das dieses Modell alle denkbaren Unternehmensprozesse beinhaltet. Das hat seine Grenze verständlicherweise im Detaillierungsgrad, welcher nur so tief sein kann, dass eine allgemeine Gültigkeit noch gegeben ist. Im Wesentlichen arbeitet das SCOR-Modell so, dass zunächst die Kernprozesse (Planen, Beschaffen, Herstellen, Liefern) definiert werden. In der nächsten Ebene werden diese Kernprozesse in Prozesskategorien unterteilt. Am Beispiel „Beschaffen“  in die Kategorien (Beschaffen von lagerhaltigen Produkten, Beschaffen von noch zu fertigenden Produkten, Beschaffen von noch zu entwickelnden Produkten).


Diese werden sodann in Prozesselemente untergliedert. Am Beispiel „Beschaffen von lagerhaltigen Produkten“ sind dies die Prozesselemente „Produktlieferung terminieren“, „Produkt annehmen“, „Produkt prüfen“, „Produkt einlagern“ und „Zahlung freigeben“. Bis zu dieser Ebene (=Gliederungstiefe) haben die Prozesselemente eine allgemeine Gültigkeit.


In einem letzten Schritt erfolgt dann die Untergliederung in Prozessschritte, die dann unternehmensspezifisch sind.

Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die Darstellung der Unternehmensprozesse einerseits vollständig und andererseits logisch zutreffend erfolgt und zudem doppelte Tätigkeiten/ Prozessschritte unterbleiben. Eine konsequente Optimierung führt neben der Verschlankung von Prozessen in der Regel zu Ertragssteigerungen und zur Senkung von Kapitalbindungen (insbesondere in Lägern).


Mögliche Zielsetzungen können sein:

  • Dokumentation bestehender Prozesse (für Zertifizierungen, Stellenbeschreibungen etc.)
  • Optimierung von Prozessen (zur Verbesserung, Rationalisierung, Effizienzsteigerung)
  • Prozessdesign (Gestaltung neuer Unternehmensbereiche, Produktbereiche etc.)

Die Vorgehensweise gliedert sich wie folgt:

  • Erfassung des Ist-Zustandes
  • Darstellung des Ist-Zustandes
  • Analyse des Ist-Zustandes
  • Optimierung der Prozesse (Ermittlung und Darstellung des Soll-Zustandes)
  • Einführung des Soll-Zustandes

Die Vorgehensweise durch Anwendung des SCOR-Modells sichert somit eine strukturierte, logisch zutreffende und vollständige Analyse, Optimierung und Darstellung von Unternehmensprozessen. Ferner ist dieser Ansatz deutlich kostengünstiger als veraltete Methoden, da einerseits die Bereiche Analyse, Optimierung und Darstellung mit einem Werkzeug erfolgen und andererseits vor allem umfangreiche Einzeluntersuchungen zur logischen Abfolge, zur Vollständigkeit und zur Redundanz von Einzelprozessen entfallen bzw. in dem Modell bereits enthalten sind. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne unverbindlich zu Verfügung. 


Frank Helmerichs
Inhaber, Helmerichs Business Consulting

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